Montag, 6. Januar 2014

Neujahrsplätzchen

2014 ist bereits 6 Tage alt. Seid Ihr seid alle gut herübergekommen, ins neue Jahr? Hattet Ihr eine schöne Weihnachtszeit? Mein kanadisches Weihnachten stand im Zeichen der Superlative: viel Essen und Trinken, viel Familie und viele Freunde, viele Geschenke und sehr viel Schnee!! Nur keine Weihnachtsplätzchen. Die Bräuche sind halt überall verschieden. Aber die Plätzchen habe ich doch irgendwie vermisst...

...Wer hat eigentlich festgelegt, dass Plätzchen ausschließlich in die Weihnachtszeit gehören? Wo doch Weihachten so schön war, kann man eigentlich ruhig noch ein bisschen weiterfeiern. Ein wenig Weihnachtsgeist in den Januar rüberretten. Die Durststrecke bis zum nächsten Weihnachten ist ohnehin lang genug, oder?!
Den gestrigen Sonntag hatten wir an der Pazifikküste verbracht. Nach 3-wöchiger Abstinenz tat der Ozean besonders gut. Überraschungspicknick und Streifzüge durch mehrere kleine Trödelläden, entlang des Highway 1. Da die derzeit noch schüchterne nordkalifornische Wintersonne schon gegen fünf Uhr untergeht, blieb abends noch Zeit zu Haus. 
Wir saßen in der Küche, bei Apfelwein und Kerzenschein. Paul blätterte in seinem riesigen, neu ertrödelten Fotoband. Ein durchaus patenter Wälzer, der bei Bedarf auch zur Verteidigung gegen Einbrecher eingesetzt werden könnte, dachte ich. In das Gefühl von Sicherheit mischte sich in die abendliche Gemütlichkeit - und ich dachte an Plätzchen. Teig kneten. Gewürze riechen. Herzen und Sterne ausstechen. Das Haus mit Plätzchenduft fluten. Zuckerguss-Designs kreieren. Und sich natürlich durch die verschiedenen Backetappen naschen!
Hiervon inspiriert habe ich die prototypischen Weihnachtszutaten Rosinen, Mandeln und Zimt im Schrank gelassen und durch eine winterliche Gewürzmischung aus Fenchel, Rosmarin und kandierter Orangenschale ersetzt. Jetzt werden die Nachbarn beschenkt - oder es gibt Plätzchen bis Ostern!

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