In der letzten Woche sind wir auf den Brot-Salat gekommen. Es war massenweise älteres Brot übrig, was ich in einem ersten Impuls zu Knödeln verarbeiten würde. Aber Knödel in dieser Jahreszeit? Nicht wirklich…
…Meine Google-Suche mit dem Eintrag "trockenes Brot" bildet mich zwar im Hinblick auf mir bisher unbekannte deutsche Sprichwörter. "Trocken Brot macht Wangen rot" entspricht wohl eher der Nachkriegsrealität, als unseren gegenwärtigen - trotz gelegentlichem Jammern auf hohem Niveau - fetten Jahren, brachte meinen Mittagsplan also nicht wirklich voran. Wenn nicht Knödel, dann vielleicht Croutons? Und was damit anstellen?
Während ich so über meiner neulich entdeckten Allround-Formel für schnelle Mittagslösungen meditierte und gleichzeitig den Kühlschrankinhalt überflog, kam plötzlich eins zum anderen. Das alte Brot wurde in Scheiben getoastet und in Stücke gepflückt. Lacinato Kale haben wir ja zuverlässig jedes Mal in der Gemüsekiste, Knoblauch und Zitrone ist immer im Haus.
Zusammen mit geriebenem Parmesan, Olivenöl und einem Hauch Chili wird daraus eine ausgewogene Salatsauce, in welcher der in Streifen geschnittene Kale marinieren kann, bis die Croutons fertig sind und sich dazu gesellen.
Mit Salz war ich etwas vorsichtiger, da der Parmesan ja schon würzt. Obendrauf etwas frisch gemahlenen Pfeffer und den Rest vom Parmesan - et voilà! Fertig ist ein Mittagessen, was wir diese Woche heute schon zum dritten Mal auf dem Tisch haben.
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